Albers Artikel macht deutlich, dass es im Nahen Osten - anders als in der westlichen Welt - keine Aufklärung gab und führt dies als einer der Gründe auf, warum der islamistische Terror fruchten konnte. Es werden viele Vergleiche gemacht und Unterschiede zwischen dem Westen und dem Nahen Osten gezeigt. Interessant war der Vergleich mit den Gewalt-lastigen Zitaten im Koran und der Bibel. Hinsichtlich der sozio-politischen Unterschiede bezeichnet Alber die westliche Welt als „frei“, erläutert aber nicht, was das bedeutet. Wie äußert sich das, oder ist das nur eine Behauptung? Sind die Menschen in der westlichen Welt tatsächlich frei?
Interessant war der Abschnitt, in dem Alber aufzeigt, wie Statistiken so ausgelegt werden können, dass sie der eigenen Sache dienlich sind. Daher sollte man immer vorsichtig sein, wer die Statistik erhoben hat und zu welchem Zweck.
So wie ich es verstanden habe, fordert Alber am Ende des Artikels Moslems dazu auf, sich deutlich und öffentlich von dem terroristischen Islam zu distanzieren, um eine „Mittelposition“ aufzuzeigen. Da frage ich mich aber, warum die Verantwortung sich zu distanzieren an Menschen abgegeben wird, die mit den Gewalttätern nichts zu tun haben. Viel hilfreicher wäre es doch - meiner Meinung nach - die Medien aufzufordern, Unterschiede klarer darzustellen und in der Berichterstattung sowie den Talkshows nicht ständige schwarz-weiß-Kategorien zu präsentieren, sondern sich der Komplexität des Themas anzunehmen und diese angemessen darzustellen. Dann würde sich eine Mittelposition von ganz alleine einstellen.
Quelle:
Alber, J.: Islam und Terror. Warum nur in Gottes Namen. In: FAZ vom 13.01.2015; http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/islam-und-terror-warum-nur-in-gottes-namen-13366177-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen